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Neue Leitmerkmalsmethoden

 

 

Für Jedermann nachvollziehbar ist, daß z.B. je öfter (Zeitwichtung) und je schwerer (Lastwichtung) Lasten in ungünstiger Körperhaltung manipuliert werden müssen, um so höher wird die Wahrscheinlichkeit, daß Beschäftigte kurzfristig Leistungsverluste und längerfristig Beschwerden und typische Erkrankungsbilder des Muskel-Skelett-Systems in den belastungstypischen Körperregionen bekommen können.

 

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  • Arbeiten mit den neuen Leitmerkmalsmethoden

Die neuen Leitmerkmalsmethoden an konkreten Problemen im eigenen Betrieb anwenden lernen

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Die von der deutschen BAuA (Bundesanstalt für Arbeitsmedizin in Dortmund) im Herbst 2019 entwickelten Leitmerkmalsmethoden haben wesentliche Merkmale (Leitmerkmale) von Belastungen und deren Interdependenzen berücksichtigt (siehe Tabelle rechts) und nicht nur drei bestehende Belastungsarten überarbeitet, sondern auch drei weitere Leitmerkmalsmethoden neu entwickelt:

• manuelles Heben, Halten und Tragen von Lasten (bereits 1998 bzw. 2001)
• manuelles Ziehen und Schieben von Lasten (September 2002)
• manuelle Arbeitsprozesse (2011)
Ausübung von Ganzkörperkräften
• Körperfortbewegung und
• Körperzwangshaltung.

 

Mit den neuen Leitmerkmalsmethoden stehen nun Instrumente nach dem neuesten Stand der Forschung zur Verfügung, mit denen u.a. auch die im Arbeitnehmerschutz Risikobeurteilungen vorgenommen werden können:

"Im Rahmen der Ermittlung und Beurteilung der Gefahren insbesondere die Merkmale der Last, den erforderlichen körperlichen Kraftaufwand, die Merkmale der Arbeitsumgebung und die Erfordernisse der Aufgabe zu berücksichtigen." (ASchG § 64 (3))

"Arbeitnehmer, die mit der manuellen Handhabung von Lasten beschäftigt werden, müssen Angaben über die damit verbundene Gefährdung des Bewegungs- und Stützapparates sowie nach Möglichkeit auch genaue Angaben über das Gewicht und die sonstigen Merkmale der Lasten erhalten. Die Arbeitnehmer müssen genaue Anweisungen über die sachgemäße Handhabung von Lasten und Angaben über die bestehenden Gefahren bei unsachgemäßer Handhabung erhalten." (ASchG § 64 (5))

Arbeitsvorgänge sind so zu gestalten, dass Zwangshaltung möglichst vermieden wird und Belastungen durch monotone Arbeitsabläufe, einseitige Belastung, Belastungen durch taktgebundene Arbeiten und Zeitdruck sowie sonstige psychische Belastungen möglichst gering gehalten und ihre gesundheitsschädigenden Auswirkungen abgeschwächt werden. (ASchG § 60 (2))

Stand: 01.07.20, bisherige Anzahl an Besuchern dieser Seite: counter