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Fingertor

Tipp des Monats

Juni 2013

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Die Augenbelastung

Unsere Augen sind auf Abwechslung ausgelegt. Bildschirmarbeit mit starrer Sicht auf gleich nahe Entfernung im gleichen Winkel wirkt ähnlich wie statische Haltearbeit.

Je nach Aufgabe (Eingabe- oder Dialogtätigkeit) müssen die Augen 12.000 bis 33.000 Kopf- und Blickbewegungen zwischen Bildschirm, Tastatur und Vorlage und 4.000 bis 17.000 Pupillenreaktionen pro Tag durchführen.

Die DGB Technologieberatung e.V. Berlin hat vor zwanzig Jahren auf die häufigsten daraus resultierenden Beschwerden hingewiesen:

Die häufigsten Beschwerden der Augen   

Bild 2: Ausmaß der Augenbeschwerden am Bildschirm im Vergleich zur Büroarbeit ohne Bildschirm nach einer Studie von 1980. (Quelle: DGB Technologieberatung e.V. Berlin: Bildschirmarbeit human gestalten, Berlin 1993)

Konsequenz:

Ausbildung und Pflege einer Arbeitskultur, die den Erhalt von Leistungsfähigkeit (ausreichende Regenerationsmöglichkeiten, Belastungswechsel, etc. abstellt).

Die Regeneration kann durch eine entsprechende Pausenkultur (mehrere kurze, aber aktiv auf Ausgleich und Erholung ausgerichtete Pausen (mit Blick in die Ferne) gefördert werden. 

Übungsbeispiele für die Augen:

Bildschirmhöhe

Lidspaltenbreite

Als die PC-Towers kamen und die liegenden PC's, die man so gut als Untersatz für die Bildschirme verwenden konnte, "in Mode" kamen, dachten selbst Präventivfachkräfte nicht daran, daß dies auch ergonomische Gründe haben könnte.

Nur sukzessive wurde die Empfehlung Bildschirmhöhe immer weiter nach unten reduziert.

Mit dem Blick nach oben vergrößert sich die Lidspaltenbreite. Dies vergrößert die Gefahr, daß die Augen trockener werden können - mit den oben beschriebenen Beschwerden. Das verleitet dazu, unbewusst den Kopf in den Nacken zu geben. Dies erhöht die Spannung, bzw. beeinträchtigt die Durchblutung der Nackenmuskulatur.

Maßnahmen:

Bildschirm tiefer stellen, Ausgleichende Übungen auch für die Nackenmuskulatur machen, respektive bei Dialogarbeit.

Übungsbeispiele für den Nacken:

  • Nein, Flocki
  • Schulter kreisen
  • Skilanglauf
  • Langes Schwingen

Bildschirmabstand

Je nach Abstand zum Bildschirm müssen die Augen unterschiedlich stark akkomodieren (scharf stellen). Mit steigendem Alter benötigen die Augen mehr Zeit um diese Akkomodation durchzuführen. Andererseits sinkt die sogenannte "Akkomodationsbreite", also die Fähigkeit, die Sehschärfe auf unterschiedliche Abstände anzupassen, respektive in die Nähe scharf zu stellen (siehe Tabelle).

Bildschirmhintergrund

Helligkeit

Die Anpassung auf unterschiedliche Helligkeiten wird als Adaption bezeichnet. Sind die Sehbedingungen erschwert (Hintergrund mehr als 3 x so viel Lux wie Bildschirm), dann wird das Auge überbeansprucht, es ermüdet schneller und kann die notwendigen Anpassungen nur noch unzulänglich herstellen. Als Folge davon kommt es zu gesundheitlichen Beschwerden. Dies kann bis zu Sehbeeinträchtigungen durch vorübergehende Kurzsichtigkeit von ¼ bis ½ Dioptrien führen.

Auch Spiegelungen heller Lichtflecken auf dem Bildschirm (z.B. durch unabgeschirmte Lichtquellen) und glänzende Oberflächen führen zu Blendungen.

Alternsgerecht Arbeiten am Bildschirm:

mit steigendem Alter hängt die Sehqualität zunehmend von der Helligkeit ab. Dem wird allerdings in Großraumbüros, Warten etc.  mit unterschiedlichen alten MitarbeiterInnen noch  nicht (durch individuell verstellbare Beleuchtung) Rechnung getragen.

Stichworte

 

Je länger die tägliche Arbeitszeit am Bildschirm ist und je seltener die Pausen, desto häufiger wurden die oben aufgezählten Beschwerden angegeben. 

Daraus konnte man folgern, daß einseitige Tätigkeit mit starker Bildschirmbindung  verstärkt zu Beschwerden führen würde.

So kann es bereits nach 2 Stunden ununterbrochener Arbeitszeit am Bildschirm Sehschärfeminderungen oder Farbsinnstörungen kommen.

Nach 2 Stunden ununterbrochener Bildschirmarbeit  - so ergaben medizinische Errkenntnisse bereits Ende der 80er Jahre - braucht das Auge 15 Minuten zur Regeneration.

LUKACZ 1976 untersuchte die verschiedenen Pausenregime in Relation zu ihren Einflüssen auf Produktivität und Wohlbefinden:

Verhältnis
Arbeit : Pause
Produktivität Wohlbefinden
25 : 5 steigt sinkt
50 : 10 bleibt gleich steigt
100 : 20 sinkt steigt

Diese Erkenntnisse haben sich in dem gesetzlich verankerten Recht auf Bildschirmpausen niedergeschlagen (ASchG § 68 (3) bzw. in der daran anknüpfenden Bildschirmverordnung § 10). 

Kurioserweise nur bei Bildschirmarbeit: Bei anderen Tätigkeiten, die objektiv betrachtet weit mehr Tätigkeitswechsel verdient hätten, wird darauf nicht Rücksicht genommen (z.B. Kran, Staplerfahren,...)

Dies ist um so bemerkenswerter als durch die technische Entwicklung die Belastungen (bessere Bildauflösung, Software-Ergonomie, Taktzahl des Bildschirms,...) erheblicher als in vielen anderen Bereichen reduziert wurden. Flimmernde Bildschirme sind spätestens mit der Einführung von Flachbildschirmen Geschichte....

Aufgrund zahlreicher Gespräche mit Betroffenen lässt sich hinter der Meinung jener Arbeitswissenschaftler, die Schädigungen aufgrund langfristiger Beschwerden vermuten, ein Wahrheitsgehalt vermuten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alter Akkomodations-
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30 7,5 13,5
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