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zuviel geschüttelt

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Dieser Beitrag wurde als "Tipp des Monats" Im Beitrag "Gut geschüttelt" nach dem Schwerpunkt "Gut geschüttelt" Anfang 2011 ins Internet gestellt.

 

Warum dehnen

Wir haben kein speziellen Rezeptorgane für mechanische Schwingungsreize. Aber Statische und dynamische Muskelkontraktionen im Sinne einer Abwehrreaktion und Veränderungen von Organfunktionen (Anstieg der Herzschlagfrequenz, des Blutdrucks, des Atemvolumens, Reflexveränderungen) müssen als Antwort auf ein besonderes Erregungsmuster vor allem der Mechanorezeptoren in Haut und Muskulatur, des Vestibularapparates und im Extremfall der Schmerzrezeptoren bzw. als unmittelbare Reaktion auf die Massebewegungen im angeregten Organ oder Gewebsareal angesehen werden.

Ist der Körper Schwingungsbelastungen ausgesetzt kommt es zu Daueranspannungen. Das merken wir z.B. auch wenn wir nach einer längeren Autofahrt "steif" aussteigen. Auf Stöße reagiert der Körper mit Schutzspannung, wobei er dem Stoß bedingt durch die notwendige Reaktionszeit immer etwas hinterherhinkt.

In beiden Fällen wird der Muskeltonus erhöht, die Muskulatur kann nicht mehr so gut durchblutet werden. Besonders in Mitleidenschaft geraten Muskeln, die ohnehin zur Verkürzung neigen. Dehnungsübungen (am besten passiv statisch) sind darauf eine gute Antwort.

 

 

 

 

Aktualität

Im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung weitgehend noch nicht thematisiert, in der Prävention ein großes Thema sind Gesundheitsschädigungen, die durch Schwingungen und Stöße ausgelöst werden.

Dabei wird unterschieden zwischen mechanische Schwingungen, die über die Hände, also durch halten laufender Maschinen, übertragen werden und solche, die auf den ganzen Körper übertragen werden, vornehmlich durch Sitzen in Beförderungsmittel aller Art. Aber auch große Maschinen in Werkhallen können Schwingungen erzeugen, die über den Baukörper fortgeleitet werden und außer dem Bedienpersonal auch Werktätige in entfernten Gebäudeteilen erreichen.

Aktualität

Hintergrundinformation

Tipp: Gezogener Sitz

Wo kann man sich weitere Informationen zum Thema holen ?

 


Hintergrund

Warum gefährden Schwingungen die Gesundheit

Je nach Frequenz sprechen unsere Körperteile besonders auf Schwingungen an. Man spricht dabei von sogenannten Resonanzfrequenzen, die die Ursache dafür sind, daß bereits relativ geringfügige Schwingungen intensive biomechanische Schwingungen auslösen können. Viele Reaktionen des Organismus weisen eine deutliche Frequenzabhängigkeit auf:  Frequenzbereiche zwischen 15 bis 20 Hz belasten beispielsweise den Bewegungsapparat, besonders die Wirbelsäule in ihren Lendenabschnitten besonders.

Sitzend oft in Zwangshaltung und Stößen und Vibrationen ausgesetzt ist der Bewegungsapparat bei Kraftfahrern besonders belastet.

Besonders hohen Beschleunigungswerten sind Staplerfahrer ausgesetzt (-> Näheres), weshalb in der Präventionsarbeit eine ganze Palette an Strategien zur Arbeitserleichterung angeboten werden.

Was kann man machen

Arbeitsmittel optimieren:

  • Wahl eines schwingungsarmen Staplers,

  • Wahl eines dem Gewicht des Fahrers angepaßten schwingungsdämmenden Sitzes

Arbeitsabläufe optimieren:

  • geringere Fahrgeschwindigkeiten

  • Keine ruckartigen Richtungsänderungen (was ja auch im Sinne der Sicherheit ist)

  • bei Bodenschwellen, Schlaglöchern usw. eine aufrechte Haltung einnehmen und Bauchmuskulatur anspannen (vgl. Tipp Wishbone)

Arbeitsplatzgestaltung

  • optimierte Fahrwegen (Kurvenradien, Bodenqualität, Entschärfung von unebenen Stellen,...).

Dehnungsfuge für einen stoßfreieren Übergang

Gezogener Sitz

Warum

Einige Anteile der Gesäßmuskulatur neigen zur Verkürzung. Die nachstehende Übung zielt auf die Dehnung und Entspannung eines birnenförmigen Gesäßmuskels (lateinisch folgerichtig M. piriformis genannt) ab.

Wann:

Besonders empfehlenswert bei längeren Sitzen und Arbeiten unter Ganzkörperschwingungen. (siehe Hintergrundinformation).

Die Wirkung wird gesteigert, wenn man sich vorher wenigstens ein bis zwei Minuten aktiv fortbewegt, also mehrere Schritte getan hat.

Wie:

Aufrechter Sitz; mit einer Hand hinten abstützen

Das Bein derselben Seite über das andere schlagen und mit dem Ellbogen oder der Hand zur Gegenseite ziehen. Blick nach hinten.

Welche Übungen sind noch geeignet ?

In der Onlinesammlung bereits seit Juni 2008 beschrieben und wegen seiner auflockernden Wirkung sehr empfehlenswert ist die Übung "Ankick".

Auch die stehende Variante des Bewegungstipps (aus dem Februar 2010) Vorhängen eignet sich hervorragend als Ausgleichsübung zur Entspannung der Beine.

 

Die Anwendung dieser Tipps erfolgt auf eigenes Risiko. Sie sind als Ergänzung und nicht als Ersatz gedacht für professionelle Hilfe. Bei akuten Beschwerden oder Problemen sprechen Sie sich erst mit Ihrem Arzt oder Therapeuten ab.

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